Terrorwarnungen für Deutschland
"Top hotel“: Adlon ist nicht konkret in Gefahr – Dennoch „erhöhte Wachsamkeit“
05.10.2010

Hotel Adlon Kempinski Berlin
Die Geschäftsführung stünde in engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden sowie den zuständigen Ministerien in Berlin, heißt es. „Laut deren Aussage bestehen keinerlei Hinweise auf ein akutes Sicherheitsrisiko für das Hotel und sein Umfeld“, so eine Pressemitteilung. Das Bundesinnenministerium habe kürzlich erklärt, dass es keine konkreten Hinweise auf unmittelbar bevorstehende Anschläge in Deutschland gebe.
Sicherheitsberater rät zu Vorsichtsmaßnahmen
Der international bekannte Hotel-Sicherheitsexperte Ulrich Jander beruhigt vor übertriebenen Sicherheitsbedenken. „Man muss unterscheiden, welche Art Hotels sich im Fadenkreuz von Terroristen befinden. Große, bekannte, namhafte Hotels, das sind die sogenannten weichen Ziele und geradezu prädestiniert für Anschläge. Das kleine Stadthotel kommt nicht infrage“, so der aus dem TV als „Hotelchecker“ bekannte Berater. Einen hundertprozentigen Schutz könne es nicht geben – doch einige den Gästen zumutbare Sicherheitsmaßnahme könne jedes Hotel umsetzen:
- Parksituation am Hotel: Hier besteht die Gefahr, dass eine Autobombe platziert wird. Da gibt es den sogenannten Vorfahrtschutz, einen Betonpoller.
- Gepäck überprüfen, ähnlich wie man es vom Flughafen her kennt. Bei der Geiselnahme in Mumbai 2008 hatten die Terroristen Waffen und Sprengstoff ins Hotel mitgenommen.
- Warum immer in großen, renommierten Hotels absteigen? Jander: „Meine persönliche Empfehlung: Es gibt schöne, kleine Hotels in den Vororten oder ein paar Straßen weiter. Ich pflege immer zu sagen, dieses Hotel findet der Terrorist nicht ...“
- Als Vorsichtsmaßnahme sollte man immer mit wachsamen Augen durch sein Hotel gehen. Schulungen zum Thema Bombendrohungen zeigen heute immer noch auf, wie sorglos viele Hotel-Mitarbeiter sind.