Dicon Marketing- und Beratungsgesellschaft
Studie zu Hotelinvestments fasst Erfolgsfaktoren zusammen
28.09.2010
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Inhaltlich breit aufgestellt, liefert „Hotel und Investment“ unterschiedliche Perspektiven und Bewertungsverfahren. Behandelt werden die Themen „Stadt und Hotel“ (Robert Wissmath), „Standortentscheidungen“ (Roland Schwecke), „Standortanalyse“(Giancarlo Bethke) und „Hotelinvestitionen aus Sicht des Projektentwicklers“ (Asako Hirotani-Brendel). Dabei zeigt sich vor allem eines: Hotelimmobilien stehen immer in einem Gesamtzusammenhang. Robert Wissmath dazu: „Hotels sind keine von der Außenwelt abgeschlossenen autonomen Systeme. Sie sind kulturelle Produkte, die in wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen mit vielschichtigen wechselseitigen Beziehungen zu betrachten sind. Die Funktionsfähigkeit einer Hotelimmobilie ist also von komplexen Bedingungen abhängig.“ Dass diese einem steten Wandel unterworfen sind, zeigt vor allem die historische Entwicklung städtetouristischer Standorte. Beschrieben wird hier der Städtetourismus als Generator einer neu entstehenden touristischen Identität, die die verlorene historische Identität der Städte ersetzt. Das Zusammenwirken von Gast, Gastgeber und Standort erschafft dabei die Erlebniswelt Stadt. „Maßgeblich für die Attraktiviät städtetouristischer Standorte“, so Wissmath, „ist vor allem ihre Fähigkeit, Erwartungen an Bekanntes zu erfüllen und neue Potenziale zu entwickeln“.
Standorte ergebnisrelevant bewerten
Was sind die relevanten Kriterien bei der Standortbewertung und Standortwahl? Darum geht es, wenn Roland Schwecke, ebenfalls Dicon-Geschäftsführer und Studienautor, theoretische Modelle der Standortentscheidungsprozesses mit hotelmarktspezifischen Erkenntnissen sowie Interessen von Unternehmen, Regionen und Nachfragern diskutiert: „Standorte versuchen Hotels anzusiedeln, um die Attraktivität ihrer Region zu steigern. Demgegenüber haben Unternehmen das Ziel, mit ihrem Konzept möglichst von der Attraktivität des Standortes zu profitieren. Naheliegend also, dass erst das Zusammendenken betriebswirtschaftlicher Modelle mit interdisziplinärenAnsätzen bei der Bewertung von Standorten ergebnisrelevant ist.“ Hotelimmobilien stehen in Konkurrenz mit anderen Immobilienarten. Warum eignen sich gerade Hotels als Anlageobjekte? Welche Investitionsanforderungen müssen sie erfüllen? Und was sind die wichtigsten Schritte in der Objektplanung und -realisierung? Um diese Fragen dreht sich die Sichtweise des Projektentwicklers. Sie rundet die Studie ab.
Dicon / Hirotani Projektgesellschaft (Hrsg.), Hotel und Investment. Der schwierige Weg zum richtigen Standort, mit Beiträgen von Giancarlo Bethke, Asako Hirotani-Brendel, Roland Schwecke, Robert Wissmath, Berlin 2010, 79 Euro (Print) / 49 Euro (PDF).
Die Dicon Marketing- und Beratungsgesellschaft mbH ist auf Beratungsleistungen für Unternehmen aus den Bereichen Hotellerie, Gastronomie, Freizeit- und Tourismuswirtschaft spezialisiert. Dicon gestaltet und begleitet Entwicklung, Management und Marketingkonzeptionen sowohl für bestehende als auch für geplante Projekte. Branchen-Know-how, strategische Kraft und ein lebendiges Netzwerk von Kooperationspartnern sind die Stärken der Berliner Unternehmensberatung. Zu ihren Kunden gehören Projektentwickler und Finanzierungsinstitute ebenso wie Hotelgesellschaften und mittelständische Hoteliers.