ITB Berlin / World Travel Trends Report
Reiseplanungen der Deutschen stabil
30.11.2010

Deutsche Reisen sind berechenbar – knapp 50% wollen im nächsten Jahr ähnlich oft verreisen wie 2010 (Foto: Jugendliche Radfahrer/Bad Dürkheim Tourist Information)
Demnach wollen 49 Prozent aller Brasilianer im kommenden Jahr verreisen und eventuell sogar mehr Reisen unternehmen als bislang. 21 Prozent aller Brasilianer möchten den Urlaub auf ähnlichem Niveau wie in 2010 verbringen. Auch die Inder sind verstärkt vom Reisefieber gepackt. 43 Prozent der Befragten planen eine oder mehrere Reisen zu unternehmen, 33 Prozent der Umfrageteilnehmer plant Urlaubsreisen auf dem Niveau von 2010. Eher zurückhaltend zeigen sich die US-Amerikaner. 16 Prozent aller Befragten geben an, im kommenden Jahr wahrscheinlich nicht zu verreisen. 32 Prozent planen, in 2011 weniger Reisen als noch in diesem Jahr zu unternehmen. Nur 19 Prozent der befragten US-Amerikaner haben vor, mehr Reisen unternehmen zu wollen. 34 Prozent aller Umfrageteilnehmer in den USA werden auf dem Niveau des Vorjahres seinen Urlaub verbringen.
"Die Reisepläne der Menschen für das kommende Jahr spiegeln einmal mehr die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Länder wider. Sehr vielversprechend sind dabei Länder wie Indien und Brasilien, in denen die Menschen anfangen zu verreisen und Pläne schmieden. Es ist zu wünschen, dass mit der globalen Erholung der Konjunktur auch die Menschen in den Vereinigten Staaten wieder in die Lage versetzt werden, Urlaubspläne zu machen", erklärte dazu Martin Buck, Direktor des Kompetenzcenter Travel und Logistics der Messe Berlin.
Europa: Schweizer als reisefreudigste Nation
Nach dem „ITB World Travel Trends Report“, der auf einer von IPK International durchgeführten Trendanalyse in den wichtigsten Herkunftsmärkten basiert, fallen in Europa insbesondere die Franzosen auf. Nach ihren Reiseplänen für 2011 befragt, geben 20 Prozent an, sie planen keine Reise. 41 Prozent der Befragten in Frankreich möchte so häufig wie in 2010 verreisen. Und 22 Prozent aller Befragten möchten ihre Reisetätigkeit steigern.
Dagegen hält es der Bundesbürger sehr stabil: Insgesamt gaben 49 Prozent aller befragten Deutschen an, im kommenden Jahr ähnlich oft zu verreisen wie im laufenden Jahr 2010. Nur 16 Prozent aller Befragten möchten ihre Reiseaktivitäten intensivieren. 13 Prozent der Deutschen planen für 2011 keine Reise und 22 Prozent der Befragten haben geplant, weniger als im laufenden Jahr zu verreisen.
Als eine der reisefreudigsten Nationen präsentiert sich die Schweiz. 47 Prozent aller befragten Eidgenossen werden im kommenden Jahr so oft wie in diesem Jahr verreisen, 32 Prozent der Schweizer können sich sogar vorstellen, ihre Reisetätigkeit in 2011 auszubauen. Nur acht Prozent der Befragten in der Schweiz planen für das kommende Jahr keine Reise.
Der „ITB World Travel Trends Report“ wird Ende November unter www.itb-berlin.de veröffentlicht. Er basiert auf Einschätzungen von 60 Tourismusexperten aus 30 Ländern, einer speziell von IPK durchgeführten Trendanalyse in den wichtigsten Herkunftsmärkten sowie auf Kerndaten des World Travel Monitor, der als größte kontinuierliche Studie zum globalen Reiseverhalten aus rund 60 Herkunftsländern gilt. Diese Trendergebnisse zeigen Tendenzen auf, die sich in den ersten acht Monaten des Jahres 2010 abzeichneten. Die Jahresendergebnisse inklusive aktueller Ausblicke für das Jahr 2011 werden am 9. März 2011 auf dem „ITB Future Day“ im Rahmen des Kongresses in der Session "ITB World Travel Trends Report: An update on Global and European Tourism Forecast" von Rolf Freitag, CEO IPK International, vorgestellt. Der vollständige ITB World Travel Trends Report 2010/2011 wird im März 2011 zur ITB veröffentlicht.