Internorga Hamburg 2011
1. Zukunftspreis geht an Elro Grossküchentechnik und Kliniken Heiligenfeld
17.03.2011
Elro (Halle A3, Stand 217) erhält den nach "Green Hospitality" ausgerichteten Zukunftspreis für seine Apparatserie "2300"; das sind thermische Koch- und Bratgeräte mit besonderer Energieeffizienz und geringem Wasserbedarf. Elro setzt strategisch auf Energiesparsamkeit und Ressourcenschonung. Da viele Profiherde nur zu 30 Prozent genutzt würden, könne man hier viel einsparen, heißt es.
Die Kliniken Heiligenfeld werden für besondere Strategien in Sachen Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Das zukunftsweisende Umwelt- und Energiemanagement, die Einbindung regionaler Wertschöpfungspotenziale und ein ökologisches Ernährungskonzept hatte die Jury überzeugt. Die Klinikgruppe (630 Betten) entstand vor 20 Jahren durch Umwandlung von Hotelgebäuden in Bad Kissingen. Bereits seit 1996 gibt es eigene Blockheizkraftwerke.
Lichtblick wird für seine auf dem Schwarm-Modell basierenden Mini-Kraftwerke geehrt. Dabei werden dezentrale Kraftwerke zur flexiblen Anpassung vernetzt. Lichtblick setzt zudem stark auf den Umbau auf erneuerbare Energieträger und will die dezentrale Energieautonomie stärken. Dies ist angesichts der Atomkatastrophe in Japan im Fokus der Menschen.
Die Internorga Hamburg, eine der größten Fachmessen für den Außer-Haus-Markt in Europa, beginnt morgen und dauert bis 23. März. Wiederum sind soviele Aussteller dabei, dass erstmals eine Leichtbauhalle zusätzlich aufgestellt werden musste.
Erweitert wurde die „Newcomer's Area“ für Innovationen, die ja seit Jahrzehnten für Interesse rund um die Internorga sorgen. Dort präsentiert u.a. Rofobox den ersten Roboter zum Serviettenfalten.
67 Bewerbungen gingen für den ersten Internorga-Zukunftspreis ein. Die Abstimmungen für die Preisträger seien einstimmig gefallen. Der Zukunftspreis soll nun jährlich an sog. „Toprunner“-Unternehmen vergeben werden. Auch Hotels und Gastronomieunternehmen können sich bewerben. Trotz Verlängerung der Bewerbungsfrist hatten sich aber nur zwei Hotels darum bemüht. An Gastbetrieben unter den Finalisten gelangten das Gasthaus Grüner Baum in Moos am Bodensee und das Hamburger Kita-Cateringunternehmen Wackelpeter. Mehr Bewerbungen gerade von Hotelketten seien wünschenswert, so Juryvorsitzender Daniel Dahm, ein renommierter Wissenschaftliche und Umweltberater. Auch unter den F&B-Lieferanten ist das Interesse am Zukunftspreis noch steigerungsfähig. Unter den Finalisten waren Life Food (Tofu-Produkte, Freiburg im Breisgau) und Lemon Aid (Biolimo, Hamburg).