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Gastgewerbe

+0,4% mehr Umsatz im September - Hotellerie stark im Aufwind

17.11.2010

Wiesbaden - Plus in der Hotellerie, Minus in der Gastronomie: Die Umsatzschere im Gastgewerbe öffnet sich weiter. Auch im September verzeichneten das Beherbergungsgewerbe einen Umsatzzuwachs (real +2,0%/nominal +8,0%) gegenüber dem Vorjahresmonat. Dagegen erlitt die Gastronomie einen erneut Umsatzverlust (real -0,6%/nominal +0,7%). Dies teil das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) mit. Innerhalb der Gastronomie stiegen die Umsätze der Caterer nominal um 4,9% und real um 4,0%.

Alle Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland setzen im September 2010 nominal 3,5 Prozent und real 0,4 Prozent mehr um als im September 2009. Im Vergleich zum Vormonat August 2010 war der Umsatz im Gastgewerbe im September 2010 nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal 0,6 und real 0,3 Prozent höher.  In den ersten neun Monaten 2010 setzte das Gastgewerbe insgesamt in Deutschland nominal 1,8 Prozent mehr, real aber 1,0 Prozent weniger um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Eine detaillierte Übersicht ist unter www.destatis.de abrufbar.

Die wieder erlangte Stärke der Hotellerie stimmt hoffnungsvoll. Doch noch liegen die durchschnittlichen Zimmerpreise in vielen Häusern unter dem Niveau von Ende 2008. Experten sagen eine Erholung erst für Mitte/Ende nächsten Jahres voraus. In der klassischen Gastronomie koppeln sich die führenden Betriebe weiter ab. Anspruchsvolle A-la-carte-Restaurants, System- und Eventgastronomie sowie Trend-/Szene-Kneipen gehören zu den Gewinnern. Kleine Restaurants, Bistros, Imbisse und die klassische Bier-Eckkneipe gehören meist zu den Verlierern. In der Gastronomie machen sich auch die Preissteigerungen im F&B-Einkauf sowie steigenden Kosten für Strom und Wasser negativ bemerkbar. Marktbeobachter befürchten ein weiteres Kneipensterben.

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