Es geht gegen TripAdvisor
Hoteliers klagen gegen unfaire Online-Kritiken: Diffamierende Kommentare sollen von Website verschwinden
28.10.2010

Für Hoteliers werden diese Kritiken spätestens zum Problem, wenn es sich um unfaire, schädliche Vorwürfe handelt, die jeder Grundlage entbehren oder sogar angebliche strafrechtlich relevante Tatbestände betreffen. Die mögliche Klage der Hotelbetreiber soll nun dazu dienen, faire Bedingungen zu schaffen, berichtet die „New York Times“.
"Die Welt des Internets und besonders Social Media haben ethische und manche rechtlichen Richtlinien weit ausgedehnt", so Chris Emmins, Gründer der britischen Firma KwikChex, der versucht, eine Sammelklage gegen TripAdvisor im Namen unterschiedlicher Hotelbetreiber zu organisieren.
Emmins' Angaben zufolge hätten sich bereits 800 Unternehmen gemeldet, die mitwirken wollten - jedoch würden wohl nur einige wenige die richtigen Vorraussetzungen mitbringen. Diese würden vor allem die rechtliche Relevanz der Online-Kritiken betreffen - Fälle in denen Hotel und Personal des Diebstahls, der Gewaltanwendung oder der Diskriminierung beschuldigt werden.
Kriminelle Tatbestände hätten auf einer Empfehlungs-Website nichts zu suchen, so Emmins. Grundsätzlich ist TripAdvisor nach US-Gesetz zwar nicht für die Inhalte der Postings verantwortlich, dennoch erheben einige Hoteliers Vorwürfe gegen die Unternehmensführung. So würde TripAdvisor seine neutrale Rolle vernachlässigen, wenn mit "Hotel-Horror-Stories" geworben würde. Dadurch würden Nutzer nicht zuletzt motiviert, neue überzogene Negativ-Kritiken zu posten. (Georg Eckelsberger/Pressetext)