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Hotelmarkt Deutschland

Brüderle steht zu niedriger Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen

20.09.2010

Berlin - Aufatmen in der leidgeprüften Hotellerie: Nun stellt sich Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hinter die zum Jahresanfang erfolgte Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen. Eine Forderung aus der eigenen Partei nach Abschaffung des Steuervorteils erteilte er eine Absage.

„Ich halte nichts davon, dass wir Steuersätze alle anderthalb Jahre ändern", sagte Brüderle gegnüber der "Bild am Sonntag". Zugleich fordert er bei der anstehenden Mehrwertsteuerreform, auf zusätzliche Belastungen für Verbraucher – sprich: Erhöhungen von reduzierten Steuersätzen bei Verbrauchsgütern oder Dienstleistungen für Konsumenten – zu verzichten.

Bei der aktuell im politischen Berlin kontrovers diskutierten Reform der Umsatzsteuersätze kam zuletzt ein Expertenvorschlag auf dem Tisch, nach dem lediglich Lebensmittel und Bücher mit sieben Prozent besteuert werden sollten. Demnach müsste der Steuersatz für Hotelübernachtungen wieder auf 19 Prozent angehoben werden. Und eine Mehrwertsteuersenkung für gastronomische Dienstleistungen wären nicht mehr durchsetzbar. Doch exakt hierfür kämpft das Gastgewerbe mit dem Dehoba-Bundesverband an der Spitzen („Pro 7%“) nachwievor.

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